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Die Pfarrer von Engelsdorf

(aus den Aufzeichnungen von Kantor Flechsig)


Es findet sich, eine Nachricht, dass um das Jahr 1310 Pfarrer und Priester ein gewisser Conrad war. Das ist ein Beweis für das hohe Alter der Kirchgemeinde. Als spätere Pfarrer werden nach der altsächsischen Kirchengalerie vom 1. Dezember 1843 genannt:
Georg Gross aus Pirna von 1514 bis 1530,von 1530 an Jakob Oertel. Unter diesem wird in Engelsdorf die Reformation eingeführt worden sein. Nach der Reformation finden sich die Namen Franz Hofmann, Johann Reidel, Paul Schwarze, Paul Menzel aus Leipzig, verstorben 1573.

Über die Bestellung als Pfarrer des Philippus Hiltebrandt im Jahre 1577 ist ein Aktenstück in der Leipziger Amtshauptmannschaft vorhanden. Da die damaligen Pfarrer bis zu ihrem Lebensende ihr Amt verwalten mussten, weil durch eine Pension nicht für ihr Alter gesorgt war, so bestand die Gewohnheit, dass sie sich eine Hilfskraft, einen sogenannten Substituten bestellen ließen, der bei ganz geringer Bezahlung die Amtsgeschäfte verrichtete. So hatte auch Hiltebrandt um einen solchen nachgesucht. Ehe die Behörde ihm diesen bewilligte, wurden die Gemeinden zu Engelsdorf und Hirschfeld befragt. Die Gemeinden bestätigten das vorliegende Bedürfnis. Denn der Pfarrer wäre sehr vergesslich geworden, er zittere bei der Ausspendung des Weines, sodass er oftmals Wein vergieße, manche gar keinen erhielten. In Hirschfeld, das bestätigen besonders Michael Schmidt und Kilian Mittich, hätte er zuviel Hostien eingesegnet, sodass, weil die eingesegneten doch verwendet werden müssten, der Schulmeister und der Kirchvater mit kommunizieren mussten.1616 erhielt er infolgedessen am 19.März als Substitut Georg Bernstein aus Möllern i.Th..1620 starb Hiltebrandt. Das älteste, jetzt noch vorhandene Kirchenbuch aus dem Jahre 1610 stammend, ist von ihm begonnen worden.

Sein Nachfolger war der erwähnte Bernstein, der nach 47jähriger Amtsführung am 18. Juni 1663 im Alter von 75 Jahren starb. Unter ihm wurde den 10. Januar die Pfarrmatrikel, d.h. die Aufstellung sämtlicher Pfarreinkünfte angefertigt. Er erhielt auch die Mitverwaltung der Kirchgemeinde Zweinaundorf. Im Jahre 1638 hatte der Rittergutsbesitzer von Zwey Nauendorf Marco Scipio an die Behörde die Eingabe gemacht, dass sein Kirchlein zu einer anderen Pfarrei als ein Filial geschlagen würde, worauf höchstgedachte Ihre churfürstl. Durchl. sub dato 18. July 1638 an das Leipziger Konsistorio rescribiret, die Bestellung des Gottesdienstes zu Z. N. einem Pfarrer, den sie zu berufen hätten, auf 6 Jahre lang aufzutragen und ist solches an den Pfarrer zu Engelsdorf gediehen. Seit 6. Juni 1645 wurde Zweinaundorf dann ganz Filial. Der Ertrag des Filias war 142 Th. 7Gr.-Zweinaundorf hat sich freilich später oft geweigert, zu Pfarrhausbaukosten beizutragen.

Am 14. September 1663 d. i. am Dienstag nach dem 14. Sonntag n.Trin. wurde Paul Gerpisius (Gerpst) ordiniert. In der Vokationsurkunde ist vom Churfürstl. Durchl. Pfarrlehn zu Engelsdorf die Rede, ein Beweis, das die Pfarrer von Engelsdorf eigentlich Lehnsträger des Churfürsten waren. Er starb nach 23jähriger Amtsführung den 11.Februar 1687 im Alter von 52 Jahren und wurde in der Kirche beigesetzt. Unter den Pfarramt überlassen alten Ephoralakten fand sich ein altes vergilbtes Schriftstück in lateinischer Sprache. Man wurde erst darauf aufmerksam, als ein Nachkomme dieses Pfarrers Auskunft aus den Kirchenbüchern und sonstigen Akten wünschte. Dieses Aktenstück dürfte mancherlei Interesse haben, zeigt es doch, dass die Zeitverhältnisse damals auch für manche recht drückende und entbehrungsreiche waren. Gleichzeitig bereichert es uns die Literatur des 30jährigen Krieges um ein weiteres Bild. Die Zeit des 30jährigen Krieges hatte manchen wohlhabenden Bürger zum Bettelmann gemacht. Der so an Entbehrung und Not gewöhnte Knabe hat es durch seinen Fleiß und seine fromme Gesinnung doch schließlich zu etwas gebracht. Das kirchliche Leben ging während seiner Amtszeit in Engelsdorf vorwärts.

Da nach ehrwürdigem Brauch die Pfarrer dem Superintendenten ihren Lebenslauf einreichen, wenn sie rechtmäßig berufen und, wenn sie ordiniert sind, so habe auch ich es mir angelegen sein lassen, meinen Lebenslauf niederzuschreiben. Ohne Weitschweifigkeiten und Ausflüchte gehe ich gleich zur Sache selbst über. Das Licht der Welt erblickte ich, Paul Gerpisius, durch Gottes Güte Pastor zu Engelsdorf in Zeulenroda im Lande der Vogtländer am 30. Oktober 1634 nach der Offenbarung der Blutgemeinschaft Gottes und der Menschen. Hier bin ich von gleich ehrenhaften und rechtschaffenen Eltern und zwar Johann Gerpisius, seligen Angedenkens, einem Bürger der schon erwähnten Stadt und Maria Steinmüller geboren worden. Der erste Wunsch meiner Eltern ging dahin, durch die Taufe mich der Gnade Gottes und der Kirche darzubringen. Meine Paten waren der Senator und Bürger Andreas Fleischner, der Bürger Erhard Dölze und Anna, die Gattin von Georg Hösen, wie das Zeulenrodaer Kirchenbuch bezeugt. Schon seit meiner zarten Jugend waren meine Eltern eifrig am Werke, mich zur Frömmigkeit anzuhalten. Darum ließen sie mich, als ich im siebenten Lebensjahre stand, die Schule in Zeulenroda besuchen, in der ich unter der Führung des hoch gebildeten, vortrefflichsten und gelehrtesten Nicolaus Köntzer solche Fortschritte machte, dass ich in einem Jahre fließend lesen lernte. Im Jahre 1642,meinem 9. Lebensjahre, als meine Eltern durch den Krieg in schrecklicher Weise bedrängt, aber- was Gottes Gnade war- nicht vernichtet wurden, und in ihrer Armut nichts hatten, womit sie hoffen konnten, mich zu speisen und zu kleiden, begab ich mich nach Böhmen und sammelte auf dem Lande durch Vorlesen des heiligen Evangeliums von Tür zu Tür kümmerlich mein Brot. Noch merkwürdiger wurde ich von dem dreimal besten und größten Gott in demselben Jahre meines Lebens geführt, als ich - nicht ohne, vielmehr durch Gottes wunderbare Güte - mich in die Landschaft Bernditz, ungefähr einen Stein weit von der Stadt Neustädtlein entfernt, zurück begab, wo mir noch kleinen Knaben von einem Landmann das Hüten der Stiere übertragen wurde. Da meine Kräfte dieser Aufgabe bei meinem Alter nicht gewachsen waren, wurde ich entlassen, wurde aber von einem Viehhalter desselben Ortes bald zum Hüten einer Herde Kleinvieh, bald einer Herde Großvieh wieder angenommen. Dann von dem verehrten Vater nach Zeulenroda zurückgerufen, suchte ich im Winter wieder die Schule meiner Vaterstadt, versah mit Eintritt des Frühlings aber wieder Hirtendienste. Dieser Wechsel, im Winter die Schule zu besuchen und im Sommer das Vieh zu hüten, dauerte vom Jahre 1643 bis zum Jahre 1647. Im Jahre 1648 trat ich in den Dienst meines Oheims, des sehr verehrten, seligen D. Georg Zorn, J. U. D. und des Dr.Schonburgk, Geheimräten usw., welchen Dienst ich zwei Jahre aushielt. Aber damit endlich einmal auch ich mit Jakob in meinem Gott mich rühmen könnte: Zu gering bin ich, o Herr, all Deines Mitleides, leuchtete das Glück mir ein wenig freundlicher. Denn im Jahre 1651 begab ich, mich mit 'Gottes Führung auf Dr.Zorns Geheiß nach der Gottsstadt, nachdem ich die beste Gelegenheit gehabt hätte, die Regeln der Grammatik und Schönschreiben zu lernen. Im Jahre 1654 verließ ich, wie ich nicht übergehen will, die Schule zu Naumburg, da Freitische dort selten waren und nahm auf Geheiß und den Rat des sehr zu verehrenden Mannes, D.Dr. Kaspar Bertram, Ersten Pfarrers an der Wentellaus Kirche zu Naumburg, am 18.September die Stelle als Schullehrer bei seinem Oheim in der Landschaft Bergsulza an. Als ich von dort mit einem vom Pfarrer gegebenen Zeugnis wegging, besuchte ich von neuem die sehr gelobte hohe Schule.
Dort genoss ich den Unterricht der gelehrtesten Lehrer, Dr. M. Theophil Coler, der schon als Prediger in Osterode sich wohl verdient gemacht hatte, damals Rektor, Dr.M.Jakob Hendel, Konrektor und Dr.M.Andreas Ungar seligen Angedenkens, Kantor, von deren Treue und Gewandtheit ich sieben Jahre Gebrauch machte. Im 58. Jahre des laufenden Jahrhunderts kam ich mit guter Gunst und dem Segen der Lehrer in den Allgemeinwissenschaften ausgebildet nach hier, zu dem gefeierten Leipzig. Hier war ich ungefähr drei Jahre Famulus bei dem sehr ausgezeichneten und sehr gelehrten Herrn, dem hoch ansehnlichen M. Matth. Andreas Lorenz. Den ansehnlichen, höchst zu verehrenden, hochgestellten, vortrefflichsten und hervorragsten Männern, öffentlichen Professoren, D.D. Geier Rat seiner Hoheit der Kurfürsten von Sachsen in Angelegenheiten des Hofes, des heiligen Glaubens und in kirchlichen Sachen, Dr. D. Kromeyer, Dr. D. Lang jetzt mein nicht hoch genug zu verehrender Superintendent, Dr. D. Schlüter, Dr. L. Schertzer, Dr. L. Schwenk. Dr.M. Hornschuh seligen Angedenkens hing ich an, so viel ich konnte.
Als im Jahre 1662 die Substitutenstelle in Paunsdorf frei wurde, ließ ich mich exmatrikulieren. Rektor war der berühmte Mann, Dr. Christian Lorenz von Adlershelm, seiner Hoheit der Kurfürsten von Sachsen hoch ansehnlicher Kammerrat, des Leipziger Gerichts würdigen Assessor und derselben Stadt sehr verdienter Bürgermeister. Dr. Mekonatis war mein großer Dekan. Am 14. März legte ich im vollen Angesichte des ganzen Leipziger Senats die Prüfung ab. Am 17. desselben Monats wurde ich dem ansehnlichen, sehr zu verehrenden, hochgestellten und vortrefflichsten Dr.Martin Geier, der heiligen Schrift theologischen Doktor vorgestellt und leistete am 19.desselben Monates den Eid, nachdem die übrigen Bedingungen zu diesem heiligsten Geschäfte erfüllt waren. Am 30. des häufiger genannten Monates, gerade am Osterfeste, lehrte ich zum ersten Male dem Volke das, was nötig ist, das ewige Heil zu erlangen.
Nachdem ich diese Arbeit ein Jahr und darüber im Beistande der göttlichen Gnade glücklich geleistet hatte, wurde ich rechtmäßig berufen, um das Amt des Pfarrers in Engelsdorf zu versehen und bin jetzt, da ich nun einmal durch Gottes Gnade, um Paulus Worte zu gebrauchen, das bin, was ich bin, mit voller Seele allein um das Heil der von dem gütigsten Gotte mir anvertrauten Schafe bemüht. Möge der dreimal beste Gott geben, dass ich dieses schwere Amt mit Gunst des heiligen Geistes rechtschaffen ausfülle und die höchst mühevolle Pflicht, solange ich lebe, erfülle wie es nötig ist, um meine Seele und in gleicher Weise die Seelen aller meiner u. jedes einzelnen meiner Zuhörer für das ewige Heil zu bewahren. So zu einer Gemeinschaft der Lebenden zusammengeführt und einzeln aus diesem Kriegsdienste endlich irgend einmal herausgerufen, werden wir triumphieren durch die niemals endenden Jahrhunderte der Jahrhunderte."
Johann Adam Stör, geb.1661 zu Dröda i.V. wurde am 17.Juni 1687 hier ordiniert, er starb am 3. April 1737. Johann Gottfried Stör, ein Sohn des Vorgängers, geb. hier 1694, seit 1731 Substitut seines Vaters, 1737 Pfarrer, gest. am 7. Oktober 1747 hier.
Magister Johann Christian Uticke aus Oelzscha, geb.1707, trat sein Amt an am 1. Osterfeiertag 1748 hier. Er starb am 9.April 1794, im Alter von 87 Jahren. Über Utickes Tod bringt das Kirchenbuch die Notiz: Früh um 5 Uhr entschlief nach einem 14tägigen Krankenlager Herr Magister Johann Christian Uticke, Pastor sennallhier, welcher seit 1748 im Predigtamte bei hiesigen Gemeinde gestanden, vorher aber 11 Jahre an 2 Orten, nämlich in Rothschönberg 5 Jahre und in Reinhardstdorf 6 Jahre dasselbe Amt schon verwaltet gehabt, und ward auf landesherrliche Concession abends um 6 Uhr in der Stille beerdigt im Alter von 86J., 7 Mon., 2 Wochen und 3 Tagen. In seinem 84. Lebensjahre erhielt er als Substitut Leopold Friedrich Gotthelf Kempffe aus Gautzsch; Verschiedene ziemlich scharf gehaltene Eingaben an die Behörde vom Genannten, in denen er sich beschwert über den geringen Gehalt, den er von Uticke erhalte und über die schlechten Wohnungsverhältnisse, sodass er gezwungen war, seine Wohnung bei Nachbar Graul in Zweinaundorf aufzuschlagen, zeigen, dass die Weigerung der Gemeinden, ihn als Nachfolger von Uticke zu erhalten, wohl berechtigt war. Das Beschwerdeprotokoll von Engelsdorf, unterschrieben von Christian Graul, in Zweinaundorf von Christof Winkler, in Hirschfeld von David Enke, stimmt darin überein, dass er ein ziemlich selbstherrlicher und anmaßender Verwalter des Pfarramtes war, der den Gottesdienst ansetzte, wenn es ihm beliebte, oft spät abends erst in die Filialen kam und bei Kerzenlicht die Beichte abhielt, in der er die Erschienenen wegen ihres gottlosen Lebenswandels nicht mit zarten Kosenamen belegte. Nachfolger von Uticke war Magister Christian August Schmidt, geb. am 14.Januar 1752 zu Leipzig. Er übernahm das Amt am 17. Sonntag nach Trin. , den 10.Oktober 1794. Er starb am 8.November 1838.Der Denkstein, ein viereckiger Block, ist heute noch auf unserem Friedhof erhalten und kann als der originellste und wertvollste bezeichnet werden. Genannter Schmidt hat die Zeiten der Völkerschlacht miterlebt und nach seinen Angaben an Inventar und Vieh einen Verlust von 1800 Talern gehabt. (Siehe hierzu den Artikel: Engelsdorf während der Völkerschlacht bei Leipzig! ). Genannter Pfarrer Schmidt hat am 1.September 1827 die zum hiesigen Pfarrgut gehörigen 48 Acker Feld nebst dem neuen Lande gegen Dreiviertel Acker Kirchberg genannt, und zwey Pflanzgärten, von denen der eine vor der Pfarrwohnung gelegen, und der zweyte neben der Schule, nicht weniger die Gräserei vor den Gottesacker und den zur Pfarre gehörigen Viehstand, bestehend in fünfzehn Stück Kirchenschafen und zwey Kirchenkühen, an genannte Johann Christian Hornig, Nachbar und Pferdner hier und Christian Gottlieb Gärtner, Nachbar und Pferdner allhier auf sechs auf einander folgende Jahre unter ganz besonders wichtigen Bedingungen verpachtet. (Siehe Pachtvertrag!).
Nachfolger von Schmidt war Christian Karl Wagenknecht, geb. am 22. November 1797 zu Schmannewitz. Am 12.Sonntag nach Trin. 1839 hielt er seine Antrittpredigt. Er starb am 22.Hovember 1851 hier. Im folgte Friedrich Oertel, geb. am 1.Januar 1802 zu Oederan, war vom 30.Juli 1852 bis 1. März 1873 hier als Pfarrer tätig. Karl Friedrich Otto Just, geb. den 24.Februar 1819 amtierte hier vom 24. April 1873 bis zu seinem Tode, den 13. Februar 1885. Ernst Wilhelm Mättig, geb. den 16. November 1844 in Breitendorf bei Löbau, trat sein Amt am 4. Oktober 1885 an. Er wurde am 30. September 1916 emeritiert und starb in Leipzig-Stötteritz.
Sein Nachfolger wurde Urban Hager, der am 19.11. mit dem Pfarramt nach voraufgegangener Wahl eingewiesen wurde. Für den neu gewählten Pfarrer wurde die dem Kommissionsrat Guhr gehörende Villa an der Schulstrasse von der Kirchgemeinde erworben und als Pfarrwohnung übergeben, während die alte Pfarre anderweit vermietet wurde. Hager wurde am 30.Januar 1871 in Landwüst i.V. als Sohn des dortigen Kantors geboren, besuchte das Gymnasium in Plauen und studierte Theologie in Leipzig, wo er im 7.Semester das erste theologische Examen bestand. Als Kandidat wurde er Mitglied des Predigerkollegs zu Leipzig.1898 Lehtkandidat in Brambach, 1899 Pfarrvikar in Hörnitz bei Zittau, 1899 ordiniert.1901 ständiger Pfarrer daselbst. Hager fand bei seinem Antritt in Engelsdorf ein reiches Arbeitsfeld vor. Das äußere und innere Leben hat er neu gestaltet und gefördert, bauliche Erneuerungen durchgeführt wie das elektrische Glockengeläut, die neue Orgel, der neue Friedhof , Erwerb eines Grundstückes in der AIthenerstrasse. Lange Jahre redigierte er das kirchliche Gemeindeblatt: Der Heimatbote. Am 30. September 1936 ging er in den Ruhestand und verlegte seine Wohnung nach Taucha. Hagers Nachfolger wurde nun Martin Philipp, Geboren am 2,Oktober 1906 in Breslau, besuchte er daselbst das Maria - Magdalena -Gymnasium. Nach bestandener Abiturientenprüfung widmete er sich dem theologischen Studium und absolvierte die vorgeschriebenen Semester an den Universitäten Breslau, Leipzig, Erlangen und Tübingen. Nach bestandenem 1. Examen wurde Pfarrer Philipp im Oktober 1930 zum nicht ordinierten Hilfsgeistlichen nach Berlin - Nord berufen. Nach einjähriger Tätigkeit daselbst legte er in Breslau sein 2. theologisches Examen ab und wurde am 11. Oktober 1931 in der St. Katharinenkirche zu Breslau zum hl. Predigtamt ordiniert. Vom November des gleichen Jahres bis Ende 1933 wirkte er als selbständiger Hilfsgeistlicher in der Gemeinde Mühlhausen i. Th.. Im Februar 1934 berief ihn das Landeskirchenamt Dresden als Vikar an die Kirche zu Treuen i.V.. Im Herbste 1934 wurde er daselbst 2. ständiger Pfarrer. Am 8.November 1936 wurde er vom Superintenten Oberkirchenrat Fröhlich als Pfarrer von Engelsdorf eingewiesen. Philipp geht am 31.12.1968 wegen Krankheit in den vorzeitigen Ruhestand und bezieht im Mai 1969 die Wohnung in der alten Pfarre. Als Nachfolger wird vom Landeskirchenamt Pfarrer Lippold von Leipzig - Neustadt vorgeschlagen.
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